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Waldschnepfen, mittelgroße Schnepfen (Familie Scolopacidae), 25 - 32 cm lang,
mit langen, geraden Schnäbeln und ziemlich kurzen Beinen. Ihre Färbung ist ein
Flecken- und Streifenmuster aus grauen, hell-, dunkel- und rötlichbraunen Tönen
mit etwas Schwarz. Die Waldschnepfen bewohnen dicht mit Bäumen und Unterwuchs
bestandene Gebiete. Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) findet sich in ganz
Europa und Nordasien. Sie ist ein Teilzieher und überwintert in Nordafrika und
Indien. Mehrere Arten finden sich auf einigen südostasiatischen Inseln, einschließlich
Celebes und Neuguinea. Die Amerikanische Waldschnepfe (Philohela minor) bewohnt
den Osten der Vereinigten Staaten von Florida bis Südkanada. Sie überwintert
in den südlichen und südwestlichen Staaten.
Die Waldschnepfen ernähren sich von Regenwürmern und Insektenlarven, die sie
aus der Erde ziehen. Zu diesem Zweck stöbern sie mit ihrem langen, an der Spitze
weichen und tastempfindlichen Schnabel im weichen Boden herum, und sobald sie
ein Beutetier aufgespürt haben, öffnen sie die bewegliche Schnabelspitze so
weit, dass sie es ergreifen können.
Zur Brutzeit vollführen die Männchen, gewöhnlich in der Morgen- und Abenddämmerung,
über ihren Revieren Balzflüge und erzeugen dabei dumpfe, an Quaken erinnernde
und sehr hohe, schrille Laute. Das Nest ist meistens eine mit trockenem Laub
gepolsterte Bodenmulde. Das Gelege besteht aus vier braunen, gefleckten Eiern.
Das Weibchen brütet allein die Eier aus und zieht die Jungen auf. Bei Gefahr
begeht es eine in der gesamten Vogelwelt einzigartige Handlung: Es transportiert
die Dunenjungen, zwischen die Schenkel geklemmt, fliegend in Sicherheit. |
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