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Turmfalken, eine Gruppe von Falken (Familie Falconidae), die ihre Beute nicht
im Flug schlagen, sondern sie im Rüttelflug erlauern. Zu dieser Gruppe gehören
zehn Arten, die ausschließlich diese Jagdmethode anwenden, und vier Arten, die
bisweilen ihre Beute auch im Flug schlagen. Die Turmfalken variieren in der
Größe zwischen 20 und 38 cm; die größte Art ist Falco alopex aus Afrika, die
bis zu 38 cm lang wird, und die kleinste Art ist Falco araea von den Seychellen,
die nur 20 - 23 cm misst. Die Weibchen sind gewöhnlich größer als die Männchen.
Die Färbung ist oberseits rötlichbraun mit schwarzen Flecken und unterseits
gelblichbraun mit schwarzen Streifen und Flecken. Die Männchen haben oft viel
Grau an Kopf, Bürzel und Schwanz.
Die Turmfalken haben eine weltweite Verbreitung. Der eigentliche Turmfalke (Falco
tinnunculus) ist mit zahlreichen Rassen über ganz Europa, Asien und Afrika verbreitet
und in Amerika durch den ihm sehr ähnlichen Heuschreckenfalk (Falco sparverius)
vertreten. In ihrem gesamten Verbreitungsgebiet bewohnen die Turmfalken offenes
Gelände mit vereinzeltem Baumbestand. Gegenwärtig findet man sie auch in der
Nähe von Städten und in Vorstädten.
Sie bauen selbst keine Nester, sondern brüten in den verlassenen Nestern ähnlich
großer Vogelarten sowie in Baumhöhlen und Nischen. Der Rotfußfalk (Falco vespertinus)
brütet kolonienweise. Im allgemeinen brütet das Weibchen allein und wird während
des Brütens vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die Hauptnahrung der Turmfalken
sind kleine Säugetiere, aber in bestimmten Gebieten und zu bestimmten Jahreszeiten
fressen sie auch viele Insekten. |
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