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Natur und Jagd im Kreis Coesfeld | ||||||||||||||||||||
| ... Igel | |||||||||||||||||||||
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Igel (Erinaceus europaeus), ein kleiner, stachliger Insektenfresser aus
der Familie der Igel (Erinaceidae), zu welcher außer den europäischen, asiatischen
und afrikanischen Stacheligeln auch die behaarten Rattenigel gehören. Die
Igel bilden eine der ältesten Säugetierfamilien der Welt. Die Stacheligel variieren in der Größe von 13 - 27 cm und im Gewicht von 400 - 1200 Gramm. Sie haben einen kurzen Schwanz, eine spitze Schnauze, relativ kleine Augen und kleine, aber deutlich sichtbare Ohren. Sie haben kurze Beine und an jeder Pfote fünf Zehen mit kräftigen Klauen. Eine ganze Reihe von Säugetieren besitzen Stacheln, aber die des Igels sind einzig in ihrer Art. Die Stacheln sind eigentlich umgeformte Haare, 2 - 3 cm lang, 1 - 2 mm dick und innen durch Zwischenwände in Luftkammern geteilt, widerstandsfähig und doch sehr leicht. Die Stacheln sind an der Basis braun, in der Mitte gelblich und an der Spitze dunkelbraun. Die Stacheln sind sehr spitz. An der Basis sind die Stacheln in einem Winkel von 60° gebogen und in einer Art Haarsack in der Haut verankert. Im Durchschnitt hat der Igel ungefähr 6000 Stacheln, die von Zeit zu Zeit ausfallen (wie etwa Haar des Menschen) und erneuert werden, Die Körperunterseite und das Gesicht sind dicht mit relativ grobem, graubraunem Haar bedeckt. Der Igel besitzt ein ganz besonderes, sehr kräftiges Hautmuskelsystem, welches es ihm einerseits ermöglicht, sich zu einer Kugel zusammenzurollen, und andererseits gleichzeitig seine Stacheln zu sträuben. Diesen Stachelball zu überwältigen, ist für jeden natürlichen Feind des Igels eine unmögliche Aufgabe. Dagegen sind unsere Autos der größte Feind des Igels; sie rollen rücksichtslos über ihn hinweg. Das Verbreitungsgebiet des Europäischen Igels umfasst ganz Europa und Asien bis China. |
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Die Igel sind im allgemeinen von April bis September fruchtbar. Im Frühling
schwellen die Geschlechtsdrüsen der Männchen so weit an, dass sie einen großen
Teil der Bauchhöhle in Beschlag nehmen. Sie werden größer als bei jedem anderen
Säugetier. Bevor es zur Paarung kommt, muss das Männchen oft erst stundenlang
um das Weibchen werben, wobei es ständig im Kreis um das Weibchen herumläuft.
Die Tragzeit dauert ungefähr 5 Wochen, und die meisten Jungen werden im Juni
oder Juli geboren. Manche Weibchen werfen auch zweimal im Jahr, aber dann zum
erstenmal im April oder Mai und zum zweitenmal Ende September oder Anfang Oktober.
Pro Wurf werden fünf bis sieben Junge geboren. Die Jungen sind bei der Geburt
blind, rosig und weich behaart; die Stacheln sind zwar unter der Haut bereits
angelegt, aber noch nicht sichtbar. Nach gut zwei Wochen öffnen die Jungen die
Augen. Sie werden 6 - 8 Wochen lang gesäugt, können aber schon viel eher laufen
und trippeln dann im Gänsemarsch hinter der Mutter her. Mit ungefähr zwei Monaten
sind sie imstande, sich ihre Nahrung zu suchen, und dann machen sie sich selbständig. Alle Igel sind Nachttiere. Ihr Geruchssinn und ihr Gehör sind sehr hoch entwickelt, die Augen dagegen nur mäßig. Sie sind überraschend schnell; sie können auch klettern und sogar schwimmen. Den größten Teil ihrer Zeit verbringen sie jedoch auf der Suche nach Nahrung. Ihre Lieblingsspeise sind Würmer, Schnecken und Insekten, aber eigentlich fressen sie alles, was sie finden können, u. a. auch Frösche, Mäuse, Vogeleier und junge Vögel, Pilze und Obst. In den kälteren Regionen seines Verbreitungsgebietes hält der Igel einen echten Winterschlaf von vier bis fünf Monaten. Hierfür richtet er sich im Herbst ein weiches Nest her, sammelt aber keinen Wintervorrat, sondern sorgt für eine genügend dicke Speckschicht, von welcher er im Winter zehren kann. Der Winterschlaf des Igels ist so tief, dass sein Herz nur noch zwanzigmal pro Minute schlägt (im Wachzustand 180mal) und alle Stoffwechselvorgänge sehr langsam verlaufen. |
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