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Natur und Jagd im Kreis Coesfeld | |||||||||||||||||||||||
| ... Hase | ||||||||||||||||||||||||
| Hasen
(Lepus), eine Gattung der gleichnamigen Familie (Leporidae), die mit den Pfeifhasen
zusammen die Ordnung der Hasenartigen (Lagomorpha) bilden. Sie sind von mittlerer
Größe und in ihrem Körperbau ganz auf den schnellen Lauf eingestellt. Charakteristisch
sind die langen Ohren, der kurze Schwanz, die langen Hinterbeine und Füße sowie
der langgestreckte Körper. Von den Kaninchen unterscheiden sie sich vor allem
durch bestimmte Details am Schädel. Die jungen Hasen sind bei der Geburt bereits
sehr weit entwickelt, völlig behaart, mit offenen Augen und imstande, sich selbständig
fortzubewegen. Hasen machen keine echten Nester. Die Tragdauer beträgt bei Hasen
40 - 50 Tage, bei Kaninchen ungefähr 30 Tage, und im Gegensatz zu den Hasen
werden die Kaninchen blind und nackt geboren. Die Hasen sind ausgesprochene
Pflanzenfresser und halten sich darum überwiegend auf Wiesen auf; nur wenige
Arten bevorzugen Waldgebiete. Die Hasen haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet
und kommen mit zahlreichen Rassen in Eurasien, Afrika, Nordamerika und, nachdem
sie dort importiert wurden, heute auch in Südamerika, Australien und Neuseeland
vor. Der Polarhase (Lepus arcticus) wird bis zu 5,5 kg schwer und ist der größte Vertreter der Familie. Er lebt nördlich der Baumgrenze in Kanada, Alaska und Grönland. Im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist sein Fell das ganze Jahr lang weiß; nur die Spitzen der Ohren sind schwarz. Im südlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist er im Sommer oberseits grau. Der europäische Feldhase erreicht ein Gewicht von ungefähr 4 kg. Er bevorzugt offene Kulturlandschaften, ist aber auch in Wäldern mit viel Unterholz sehr häufig. Er ist mit zahlreichen Rassen über ganz Europa, den Kaukasus, Kleinasien bzw. Vorderasien und einen großen Teil Afrikas verbreitet und gegenwärtig auch in Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland. Der Feldhase lebt das ganze Jahr allein; nur in der Paarungszeit bilden sich kleine Grüppchen. Im Laufe des Frühlings und Sommers wirft die Häsin drei- bis viermal. Ein ausgewachsener Hase beansprucht ein Gebiet von mindestens 1700 qm. Bei Versuchen wurde festgestellt, dass ein gefangener und wieder freigelassener Hase volle 460 km zurücklegte, um wieder in sein früheres Territorium zurückzukehren. |
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Zur Gattung Lepus gehören auch sieben Arten mit sehr langen Ohren, die von den
Amerikanern "Jack Rabbits" genannt werden. Bei uns sind diese in der Untergattung
Macrotolagus vereinigten Arten unter dem Namen Eselhasen bekannt. Alle sieben
Arten von Eselhasen finden sich im Westen von Nord- und Mittelamerika. Der Antilopen-Eselhase (Lepus alleni) hat relativ kurze Ohren und einen dunklen Schwanz mit weißer Unterseite, die bei der Flucht aufleuchtet, da die Haare durch einen Fluchtreflex stark gesträubt sind. Er ist in Mexiko und im Süden Arizonas beheimatet. Die Weißschwanz-Eselhasen oder Präriehasen (Lepus townsendi) leben im Westen der USA und gehören zu den sogenannten "veränderlichen Hasen", da sie im Sommer dunkler gefärbt sind als im Winter. |
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